Zingst, 15. September 2007

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Heute fahren wir Kraniche gucken. Knapp 30tausend dieser Exemplare versammeln sich alljährlich hier auf dem Darß, auf ihrer Reise `gen Süden. Die Landstraßen säumen bisweilen Ausguck oder Beobachtungsstände, von denen aus man aber meist kaum Kraniche erspähen kann. Auf der Konvoi-Fahrt (5 Fahrzeuge) zu der Ortschaft, wo angeblich fast 1000 dieser Vögel gesichtet worden sein sollen, entdecken wir schon ein paar kleinere Grüppchen von ca. 50 bis 100 Exemplaren. Einer der Beobachtungsposten, die wir ansteuern ist leider komplett erfolglos. Nicht ein Vogel zu entdecken. Aber dann kommt `s. Da sind sie und es sind in der Tat mindestens 1000. Als wir den Acker betreten wollen, müssen wir einen kleinen Graben überspringen, um uns den Tieren nähern zu können. Ich, als altes Landei weiß das natürlich, aber Paula, die Berliner Asphalt-Ratte tapst natürlich mit Helene auf dem Arm in den Graben. Die Kraniche erschreckt das aber nicht, die sind weit genug entfernt und Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert. Den kleinen Zwischenfall hat Theodor ausgenutzt um auf die Vögel loszustürmen. Aber der extreme Wind mit geschätzter Stärke von 7 bis 8 macht ihm extrem Schwierigkeiten sich auf den Beinen zu halten. Als sich dann zwei Reiter in Begleitung eines Hundes dem Vogelschwarm nähern findet das Naturschauspiel ein jähes aber ebenso eindrucksvolles Ende. Die Tiere flüchten sich kollektiv in die Lüfte und verdunkeln regelrecht den Himmel. Ich hoffe sehr, dass es Onkel Georg gelungen ist diesen wunderbaren Moment auf der Chip-Karte seiner Kamera zu verewigen. Dann machen wir uns auf den Rückweg.


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