(immer noch) Zingst, 12.September 2007
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Oh, Oh! Das sieht gar nicht gut aus, da draußen am Himmel. Alles bedeckt, alles grau in grau. Für heute waren eigentlich zwei ausgedehnte Radtouren geplant. Na, schau`n wir mal, was Fried und Onkel Georg dazu sagen. Auch das noch! Unser Frühstücksstammtisch ist besetzt, der so wunderbar separat und doch nah am Fenster gelegen war. Aber wir finden den passenden Ersatz, zwar nicht so lichtdurchflutet wie der zuvor, dafür verkürzt sich der Weg zum Buffet aber um ein Vielfaches. Wie schnell man sich doch an gewisse Dinge gewöhnt! Die Serviererin bringt mir bereits unaufgefordert meinen allmorgendlichen Cappuccino und Theo begrüßt den Koch mit seiner tollen Pappmütze, bereits wie einen guten, alten Bekannten. Nach dem Frühstück beschließen wir gemeinsam, dass wir die Radtour trotz der kritischen Wetterlage wagen wollen.
Die Räder vom Fahrrad-Verleih Kowalewski sind alle mit Gangschaltungen ausgestattet und Theodor und Helene besteigen hocherfreut einen Fahrrad-Anhänger, der ihnen von daheim bereits vertraut ist. In einem solchen Modell bestreiten sie allmorgendlich ihren Weg zur Kindertagesstätte. Meistens natürlich mit ihrer Mutti, weil sich Vati in der Weltgeschichte rumtreibt und Filme dreht. Heute aber, nehme ich mich ihrer an und unser morgendlicher Ausflug führt uns zunächst einmal durch eine Ortschaft, deren Namen mir durch eine der nordfriesischen Inseln geläufig ist: Wiek. Aber ich glaube Wiek auf Föhr wird mit CK geschrieben? Da heißen die wunderschönen schilfgedeckten Häuser allerdings Reetdach-Katen. Hier „schimpft“ man sie als Rohrdach. Oma Rita und Opa Dieter und auch meine Wenigkeit geraten ins Schwärmen, ob so viel romantisch anmutender Architektur. Ein Haus schöner und idyllischer als das Nächste. Meine Mutter singt in einem fort „Wenn ich einmal reich wär„ – in Kenntnis der hiesigen Grundstückspreise und dass solch ein Rohrdach mit immensen Kosten verbunden ist.
